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Online-Shopping: Frauen kaufen mehr Kleidung, Männer mehr Technik

Im 1. Quartal des Jahres 2015 tätigten 72 Prozent der hessischen Internetnutzerinnen und Internetnutzer im Alter ab 16 Jahren mindestens einen Einkauf über das Internet. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2009 waren es 57 Prozent. Der Anstieg der Internetnutzung zum Einkauf vollzog sich auf breiter Front und war unter beiden Geschlechtern, in jeder Altersgruppe und in jeder Einkommensklasse zu beobachten. Mit rund 93 Prozent verzeichnete die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen den höchsten Anteil von Online-Shoppern im Jahr 2015. Das stellte das Hessische Statistische Landesamt bei der Analyse der Daten der IKT-Erhebung mit einem Befragungsschwerpunkt auf Online-Shopping fest. Bei der IKT handelt es sich um eine Europäische Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien, die jährlich mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt wird.

Am häufigsten (46 Prozent) wurden Online-Käufe mit einem Warenwert zwischen 100 bis 500 Euro getätigt. Die beliebtesten Güterarten beim Einkauf über das Internet waren Kleidung und Sportartikel (64 Prozent), Gebrauchsgüter wie z.B. Möbel, Spielzeug oder Geschirr (49 Prozent) sowie Bücher oder Zeitschriften (46 Prozent).

Während Online-Shopping im betrachteten Zeitraum bei Männern wie bei Frauen gleichermaßen beliebter wurde, lassen sich an der Häufigkeit der gekauften Güterarten geschlechterspezifische Unterschiede erkennen. Vor allem der Kauf von Kleidung und Sportartikel, Büchern und Zeitschriften sowie Arzneimittel war unter den Frauen deutlich beliebter als unter den Männern. Bei den Männern waren die Güterarten "Computersoftware, Computer und Zubehör" sowie "Elektronikartikel" am beliebtesten.

Personen, die zwar das Internet nutzten, aber nicht über das Internet einkauften, gaben am häufigsten (80 Prozent) an, aus Loyalität oder Gewohnheit lieber persönlich ins Geschäft zu gehen und/oder Sicherheitsbedenken in Hinblick auf den Bezahlvorgang bzw. hinsichtlich des Datenschutzes zu haben (32 Prozent).

Diese und weitere Ergebnisse sind der Analyse "Der Onlinehandel im Blick – Eine Betrachtung der Nachfrageseite" zu entnehmen. Der Artikel erscheint in der Zeitschrift „Staat und Wirtschaft in Hessen“, Heft 3/2017 und kann kostenfrei von der Homepage des Hessischen Statistischen Landesamts heruntergeladen werden.