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Matthias Donath
Dr. Matthias Donath

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Serviceorientierte Architekturen (SOA)
Hessen: ready to serve!


Serviceorientierte Architekturen (SOA) bilden ein Prinzip der Informationstechnologie: IT-Systeme werden in standardisierte, anpassbare Module bzw. Services strukturiert und verstärkt an dem Geschäftsprozess und der Unternehmensstrategie orientiert. Diese Modularisierung von komplexen IT-Architekturen durch aneinander gekoppelte Teilkomponenten schafft zeitliche, monetäre und qualitative Vorteile in technischer, organisationaler, produkt-, markt- und kooperationsbezogener Hinsicht. Entsprechend ist der Begriff "SOA" (Gartner 1996) nicht einheitlich definiert - das Verständnis reicht von einfachen Technologien zur Realisierung von Schnittstellen über die Gestaltung einer IT-Architektur bis zur unternehmensweiten Restrukturierung von Geschäftsprozessen auf Basis einer auf Services aufgebauten IT.

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Vorteile

  • Flexibilität: Durch die Kapselung und Kopplung von Services können IT-Systeme leichter verändert und dynamischer an Marktanforderungen angepasst werden. Das Unternehmen kann seine IT in Bezug auf die Geschäftsprozesse besser optimieren und agiler innovative und individualisierte Geschäftsfelder und -modelle gestalten.

  • Anwendungsintegration: Die offenen, standardisierten Schnittstellen von Services und die technologie- bzw. plattformneutrale Interoperabilität einer SOA ermöglichen bzw. erleichtern die Integration von Anwendungen, die sich innerhalb oder auch außerhalb des Unternehmens (Outsourcing) befinden können.

  • Komplexitätsreduktion: Die konsequente Orientierung der IT-Prozesse an den Geschäftsprozessen führt zu einer strukturellen Vereinfachung komplexer IT-Systeme, die einen Gewinn an Transparenz und eine Zunahme an Steuer- und Wartbarkeit bedeuten.

  • Wiederverwendbarkeit: Wohl definierte Services und standardisierte Schnittstellen können durch Versionierungen den Einsatz eines Services in mehreren Geschäftsprozessen ermöglichen.

  • Schnellere Einsatzfähigkeit: Die reduzierte Komplexität, die erhöhte Transparenz, die Anpassbarkeit und Austauschbarkeit der Services sind alles Gründe, warum serviceorientierte Architekturen die Entwicklung und den Betrieb von IT-Strukturen erheblich beschleunigen.

  • Qualitätssteigerung: Einfacher zu beherrschende und zu verbessernde IT-Prozesse führen zu mehr Qualität im Business Process Management und den gefertigten Produkten. Zudem kann auch das Outsourcing von Services an spezialisierte Anbieter Qualitätsverbesserungen erzeugen.

  • Kostenreduktion: Alle genannten SOA-Aspekte erzeugen mittel- und langfristig Personal- und Sachkostenvorteile. Vor allem schaffen sie aber die Voraussetzungen für mehr Marktorientierung (erfolgreichere Produkte) und mehr Prozessoptimierung (effizienteres und effektiveres Produzieren). 

  

Verbreitung

  • 45 bis 50 % der großen und mittelständischen Unternehmen nutzen SOA. (BITKOM 2009)
  • Gemäß des SOA Check 2009 weisen große und mittelständische Anwenderunternehmen SOA nicht nur eine wachsende Bedeutung zu, sie sind bei der Implementierung einer unternehmensweiten SOA auch weiter fortgeschritten: 15 % sind in der Endphase, 43 % mitten auf dem Weg, 25 % in der Anfangsphase und 17 % in der Vorbereitung. Vor einem Jahr waren 58 % erst in der Vorbereitungsphase und 30 % erst in der Anfangsphase. (SOA Check 2009)

  

Prognosen

  • In Deutschland wird der SOA-Markt von 250 Mio. Euro im Jahr 2006 auf fast 2 Mrd. Euro in 2010 steigen. Weltweit wird der SOA-Markt von 9 Mrd. Euro in 2006 auf 38 Mrd. Euro in 2010 zulegen.

  • Rund 30 % des Umsatzes entfallen dabei auf Softwarekomponenten und rund 70 % auf Dienstleistungen für die Einführung und Wartung der Software. (BITKOM 2009)

  • Der IKT-Branchenverband BITKOM hat SOA auf Basis einer Umfrage als einen der wichtigsten IT-Trends 2009 in Deutschland identifiziert.

  

Stärken und Potenziale des SOA-Standortes Hessen

Als Softwarestandort Nr. 1 in Deutschland insbesondere in den Bereichen IT-Systemberatung und Systemintegration sowie Business Innovation / Transformation hat Hessen bundesweit die SOA-Pole Position. Das belegen u.a. auch die folgenden hessischen Akteure und Aktivitäten:

  • SOA Checks D-A-CH 2009/2008/2007
    Jährliche Studie des deutschsprachigen SOA-Marktes des SOA Competence Centers im httc e.V., der TU Darmstadt und des Wolfgang Martin Teams

  • SOA-Studie D-A-CH 2009
    zum Umsetzungsstand und Erfolg serviceorientierter Architekturen, durch die European Business School (EBS)

  • SOA Competence Center c/o Hessisches Telemedia Technologie Kompetenzcenter (httc e.V.)
    Wissenschaftliches Kompetenzzentrum für Unternehmen, die SOA planen, einführen, optimieren und/oder eine SOA-Infrastruktur anbieten

  • Software AG
    Weltweit größter Anbieter von Governance-Technologien für service-orientierte Architektur (Gartner, April 2009) und zweitgrößtes deutsches Softwarehaus

  • Weitere international anerkannte Top SOA Player
    u.a. CA, CASED, CAST e.V., Corisecio, Daenet (Sieger Innovationspreis-IT 2008, Kategorie SOA), Detecon, European Business School, IDC Central Europe, Informatica, InterSystems, Intraprend, Opitz Consulting, PA, SAP Research, Saugatuck Technology, Software & Support Verlag, T-Systems, TU Darmstadt, Unisys (weitere Akteure werden gerne aufgenommen)

  • Cluster "Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen"
    und "Unternehmenssoftware Rhein Main Neckar"

    Bündelung regionaler Kompetenzen und Kräfte zur Entwicklung neuer SOA-basierter Geschäftsmodelle und -felder

  • SOACON/JAX, IT-Integration, IDC SOA Conferences, u.a.
    Internationale Fachkonferenzen in der Region Frankfurt-Rhein-Main

  • BITKOM SOA-Aktivitäten
    Jährliche Foren- und Arbeitskreisveranstaltungen in Frankfurt am Main

Aktivitäten von Hessen-IT

  • Jährliche Informations- und Kontaktveranstaltungen in Kooperation mit dem SOA Competence Center im httc e.V. / TU Darmstadt
  • SOA-Publikation in der Schriftenreihe Hessen-IT (in Vorbereitung)

  • SOA-Informations-, Kontakt- und -Netzwerk-Services

 

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