
Schwerpunkt
Breitband und Telekommunikation
12.06.2009. Die Breitbandstrategie des Bundes will Lücken bei der Breitbandversorgung in der Fläche rasch schließen und den Aufbau von neuen Hochleistungsnetzen beschleunigen. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die Nutzung der durch die Digitalisierung des Fernsehrundfunks frei werdenden Frequenzen, die sog. "Digitale Dividende". Diese wird nicht nur entscheidend zu einer kurzfristigen Vollversorgung mit Breitband beitragen, sondern auch durch die Ermöglichung neuer Dienste und Anwendungen wichtige Wachstumsimpulse setzen. Mit der Entscheidung des Bundesrates ist der Weg frei für die Versorgung zunächst bisher unzureichend versorgter ländlicher Bereiche mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen; langfristig ist der flächendeckende Aufbau von breitbandigen Hochleistungsnetzen möglich. Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg: "Die flächendeckende Versorgung des Landes mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und der Aufbau von Netzen der nächsten Generation sind wichtige Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und steigenden Wohlstand."
Die Industrie erhält jetzt Planungssicherheit und kann investieren. Ein Teil der "Digitalen Dividende", d. h. des Zugewinns an Nutzungsmöglichkeiten des Frequenzspektrums aus der Umstellung von analogem auf digitales terrestrisches Fernsehen, ist bundesweit für die Verbesserung der breitbandigen Internetversorgung eingeplant. Auch viele europäische Länder, die USA und China wollen diese Frequenzen für mobiles Breitband nutzen. Das Frequenzvergabeverfahren bei der Bundesnetzagentur kann jetzt starten und Versteigerungserlöse erbringen, denn diese Frequenzbereiche sind wegen ihrer besonders günstigen physikalischen Eigenschaften für diesen Zweck hochwertig und begehrt. Frequenzen sind wichtige und knappe Ressourcen für moderne Volkswirtschaften. Viele Studien belegen, dass diese Nutzung für mobiles Breitband insgesamt positive gesamtwirtschaftliche Auswirkungen haben wird.
Bund und Länder werden gemeinsam darauf achten, dass die Ziele, den ländlichen Raum an das schnelle, breitbandige Internet anzuschließen, erreicht werden. Zugleich werden sie darauf achten, dass für einige TV-Sender, die noch in dem zu räumenden Frequenzbereich (790 - 862 MHz) arbeiten, sowie für so genannte Sekundärnutzer - das sind insbesondere Betreiber drahtloser Mikrofone - adäquate Alternativfrequenzen zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere für diese einmaligen Umstellungen hat die Bundesregierung zugesagt, die nachgewiesenen notwendigen Kosten in angemessener Form zu tragen. Insbesondere Kultur- und Bildungseinrichtungen, die von dieser Verlagerung der Frequenzen in ländlichen Bereichen betroffen sein könnten, soll so geholfen werden. Neue Frequenzbereiche werden auch den Herstellern drahtloser Produktionstechnik Zukunftsperspektiven bieten.
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14.10.2009 Die Notwendigkeit des schnellen Internets ist mittlerweile unbestritten und in aller Munde. Die Breitbandinitiative des Hessischen Wirtschaftsministeriums ist deshalb in vielen Regionen unterwegs, um insbesondere ländlichen Kommunen Möglichkeiten aufzuzeigen, um ans schnelle Netz zu kommen. Während jedoch viele Kommunen überlegen, wie sie die hohen Kosten bei der Verlegung von Breitbandkabeln stemmen können, testet das Hessische Wirtschaftsministerium jetzt einen anderen Weg.
In einem Pilotversuch wird mit den künftig frei werdenden Rundfunkfrequenzen aus dem Bereich 790 - 866 MHz in Hofbieber in Osthessen die Leistungsfähigkeit und Praxistauglichkeit von UMTS über große Entfernungen (funkbasierte Breitbandversorgung bis zu 14,4 Mbit/s) getestet werden. „Mit Hofbieber und ihrem Bürgermeister Marcus Schafft haben wir eine technik-aufgeschlossene Gemeinde gefunden, die mit großem Engagement diesen Piloten vorangetrieben hat“, begrüßt Wirtschaftsminister Dieter Posch das Vorhaben. Gemeinsam mit dem Mobilfunkanbieter vodafone als Netzbetreiber und der Landesmedienanstalt LPR wurden im Frühjahr dieses Jahres die entsprechenden Vorarbeiten in die Wege geleitet. Mit Hilfe der Landesmedienanstalt war zuvor sichergestellt worden, dass keine Störungen durch oder der Rundfunksendeanlagen bestehen. So liegt die entsprechende Betriebserlaubnis der Bundesnetzagentur für diesen Pilotversuch vor. „Mit den Erfahrungen aus dem Pilotversuch können wir dann über Fakten reden, sagte Posch weiter. „Mutmaßungen über mögliche Störungen, die Zuverlässigkeit von Funkverbindungen und wirklich erreichte Bandbreiten werden dann nicht mehr spekulativ diskutiert.“
Die Testteilnehmer erhalten am 14. Oktober im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Hofbieber die notwendige Hardware für die Anbindung an das schnelle Internet. Vodafone wird 50 Testpersonen 1 Jahr lang kostenlos diese Breitbandverbindung zur Verfügung stellen. Wenn der Pilot erfolgreich läuft, will Hessen noch weitere Tests mit interessierten Mobilfunkbetreibern durchführen.
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03.05.2010. Nach einem halben Jahr Versuchslaufzeit wurden die Erfahrungen der Teilnehmer mithilfe einer Befragung erhoben. Zugleich wurden die Nutzertagebücher ausgewertet, die mögliche Probleme und Einschätzungen zum Start des Versuchsprojekt dokumentieren. Die Auszüge aus der Vorstellung der Zwischenmessung zur Hälfte der Versuchslaufzeit finden Sie ebenso wie eine aktuelle Pressemitteilung des HMWVL zum Modellversuch in der rechten Spalte.
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